Aktualisiert: 6. Nov. 2026
Bevor du deinen Welpen nach Hause holst, ist es ratsam, dir über die Grundregeln Gedanken zu machen, die er bei seiner Ankunft befolgen soll. Darf er zum Beispiel nach oben oder auf das Sofa? Darf er sich frei im Haus bewegen oder bekommt er eine Hundebox? Wenn du diese Dinge erst einmal entschieden hast, kannst du sie deinem Welpen gegenüber klar kommunizieren und von Anfang an gute Gewohnheiten etablieren. Konsequenz ist hier der Schlüssel: Achte darauf, dass sich alle im Haushalt an die Regeln halten. Vermeide Verwirrung - zum Beispiel, wenn der Welpe am Sonntagmorgen ins Bett darf, den Rest der Woche aber nicht.
Zwischen der Geburt und der 17. Lebenswoche durchlaufen alle Welpen eine kritische Phase der Sozialisierung. Das bedeutet, dass alle Erfahrungen, die sie in dieser Zeit machen, ihr Verhalten bis ins Erwachsenenalter beeinflussen können. Es ist also wichtig, deinen Kleinen so vielen verschiedenen Reizen wie möglich auszusetzen, damit er ein selbstbewusster und glücklicher erwachsener Hund wird.
Dazu gehören verschiedene laute Geräusche wie Feuerwerk, Gewitter, Sirenen, lauter Verkehr oder schreiende Babys. Online findest du viele Soundtracks mit diesen Geräuschen, die du deinem Welpen vorspielen kannst. Belohne sein ruhiges Verhalten dabei mit viel Zuwendung, positiven Worten und kleinen Leckerlis.
Es ist auch eine super Gelegenheit, Freunde und Familie zu bitten, bei Besuchen Hüte, Hoodies, Sonnenbrillen oder Masken zu tragen (besonders diejenigen mit Bart). Lass deinen Welpen auf verschiedenen Untergründen laufen, wie Kies, Sand, glänzenden Böden, Holz oder Teppich. Bereite ihn außerdem auf Erfahrungen beim Tierarzt vor, wie das Krallenschneiden oder Ohren Reinigen: Fass regelmäßig seine Pfoten an, berühre jede Kralle einzeln, streichle sanft um die Ohren und heb die Ohrmuschel an. Sobald dein Welpe geimpft ist, sind Welpenspielgruppen toll, damit er Gleichaltrige trifft und Neues gemeinsam erlebt.
Wichtig: Gehe bei der Sozialisierung in kleinen Schritten vor und führe immer nur eine neue Sache ein, um deinen Kleinen nicht zu überfordern.
Den Kopf beschäftigen
Da sich dein Welpe in einer ständigen Lernphase befindet, ist es eine gute Idee, sein Köpfchen mit Puzzles und sanftem Training fit zu halten. Probiere Futterrätsel wie einen Kong aus, den du mit etwas Leckerem wie Butternut füllst. Dein Welpe muss dann herausfinden, wie er an das Futter kommt. Auch Schnüffelmatten oder interaktive Futternäpfe haben einen ähnlichen Effekt. Es gibt fantastische Bücher mit Denkspielen, die helfen, die überschüssige mentale Energie abzubauen.
Sobald sich dein Welpe eingelebt hat, kannst du mit einfachen Kommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ und „Hier“ beginnen. Die Aufmerksamkeit ist meistens nach einer kurzen Toilettenpause am höchsten. Trainiere lieber in kurzen Einheiten von 5 bis 10 Minuten, anstatt zu versuchen, seine Aufmerksamkeit eine ganze Stunde lang zu halten.
Sitz: Setz dich vor deinen Welpen und halte ein Trainingsleckerli vor seine Nase. Führe deine Hand mit dem Leckerli langsam über seinen Kopf nach hinten. Er wird den Kopf heben und sich ganz natürlich hinsetzen. Sage dabei ruhig „Sitz“. Sobald er sitzt: Sofort belohnen und ausgiebig loben!
Platz: Wenn er das „Sitz“ beherrscht, halte ein Leckerli zwischen seine Vorderpfoten. Wenn er den Kopf senkt, zieh das Leckerli langsam zu dir heran, sodass er sich nach vorne streckt. Sage dabei ruhig „Platz“.
Bleib / Hier: Beginne im Sitzen. Halte deine Handfläche wie ein Stoppschild vor dich und sage „Bleib“. Warte kurz und lobe ihn, wenn er ruhig bleibt. Später kannst du ein paar Schritte zurückgehen, bevor du ihn belohnst. Mit dem Wort „Hier“ (oder „Komm“) kannst du die Übung beenden und ihn zu dir rufen, damit er sich seine Belohnung abholt.
Die Wahl der richtigen Belohnung
Beim Training kannst du mit verschiedenen „Wertigkeiten“ von Leckerlis experimentieren:
Typ | Beispiel | Einsatzgebiet |
Niedriger Wert | Ein Stück rohe Karotte oder Trockenfutter | Einfache Aufgaben, bekannter Ort |
Hoher Wert | Etwas Fleischiges (z.B. Butternut Lamm-Leckerlis) | Schwierige Aufgaben, starke Ablenkung |
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